Das Tal der Unfähigkeit

Wenn eine Gesellschaft genügend Zeit bekommt sich zum „Guten“ zu verändern, weil der Druck von außen fehlt, sich mit wirklich allem und jedem zu beschäftigen und alles und jedes in Frage zu stellen zu können, so ist sie im Tal der Unfähigkeit angelangt. Nach dem Peter-Prinzip wird man bis zum Level der Inkompetenz befördert oder zumindest strebt dorthin. Also solange wird man verändert bis man nicht mehr die Fähigkeiten besitzt, dass zu gestalten, wofür man eigentlich verantwortlich ist oder als gemeinsames Ziel definiert. Das gilt nicht nur für eine Person die Karriere machen will, sondern auch für eine ganze Gruppe. Wenn diese „organisierte“ Anzahl von Personen dann mit sich beschäftigt ist, so fällt das auch gar nicht gleich auf, bis zu dem Zeitpunkt, wo dann eigentlich einer von außen erkennen müsste, dass nichts mehr weiter geht. Der Schrei nach Veränderung wird lauter und lauter und so gewinnt man mittlerweile auch Wahlen. Yes we can, Change, Gemeinsam verändern – wird zum Wahlslogan auf diversen Veranstaltungen. Aber genau das Gegenteil wird passieren. Jeder Versuch diese Gesellschaft vorwärts zu bringen, wird im Keim erstickt, da niemand zugeben will, dass er oder seine ganze Gruppe in Wirklichkeit keine Ahnung mehr hat, was eigentlich wichtig wäre. Wie ein Fluss in der Wüste versickern dann die Ideen der einzelnen Fähigen in den Veränderungswünschen der Unfähigen, bis diese irgendwann entweder selbst unvermögend werden oder einfach aufgeben, was eigentlich dasselbe ist. Die Fähigen müssen den einzigen Weg wählen, der Ihre Ideen auf fruchtbaren Boden wirft. Sie müssen sich aus dieser Gesellschaft selbst entfernen – sie müssen kündigen, auswandern oder eben sterben. Sonst ist Es, wie in einem geschlossenen physikalischen System, wo ohne Energieaustausch von außen, die Unordnung stets wächst. Dann und nur dann, wenn von außen auf diese Gesellschaft ein enormer Druck aufgebaut wird, dann und nur dann, kann sich wirklich was verändern. Man nennt das dann die Krise zur Chance zu erheben. Und die nächste Krise kommt bestimmt, Krise scheint überhaupt das Wort des 21 Jahrhunderts zu sein, denn mit Krisen kann man wirklich Geld verdienen. Ohne Krise nur Idioten.

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