Quid pro quo DSGVO

Wer den Film „Schweigen der Lämmer“ gesehen hat, der kennt sicherlich die Szene, wo Agentin Starling etwas fragt und Hannibal Lector antwortet: „Quid pro quo“ – „Gib du mir, so gebe ich dir“ – könnte man auch sagen.

Daten sind das Gold der Zukunft, da die ganze Digitalisierung mit Ihren für uns getroffenen Entscheidungen und Vorschlägen davon profitiert, wie gut der „andere“ den Betroffenen kennt. Die DSGVO wurde unter anderen dazu geschaffen, die Betroffenenrechte in den Mittelpunkt zu stellen, allerdings mit nicht unerheblichen Nachteilen. Wenn man nicht teilnimmt, so profitiert man auch nicht. Schön wäre doch, wenn man anonym durch den Äther in Unmengen an Daten surfen kann und und so lernen kann und profitieren ohne Ende. Damit ist jetzt Schluss.

Die Seiteninhaber haben erkannt, dass man aus der DSGVO Vorteile bekommt. „Du sagst mir, wer du bist und ob du damit eh einverstanden bist, dass ich über dich so ziemlich alles speichere und dafür darfst du auf mir herum surfen“. Das ist natürlich ein Ansatz, der zwar gegen andere Grundsätze der DSGVO, wie etwa der Datenminimierung und dem Kopplungsverbot, widerspricht, aber das schauen sich manche Internetriesen in Asien und der USA einmal an und warten einfach mal ab. Die sammeln weiterhin munter Daten ohne Ende und der europäische Unternehmer, ja selbst der Klein- und Kleinstunternehmer bekommt einen Riegel vorgeschoben, ja nicht zu viel zu speichern.

Damit schießt sich die EU kurzfristig einmal aus dem digitalen Markt, wobei es ja Politiker, wie z.B. Othmar Karas, gibt, der öffentlich von einem „EU DIGITALEN BINNENMARKT“ spricht. Dieser Internetprotektionismus wird nicht funktionieren, da im digitalen Binnenmarkt nur etwa 4% der weltweiten Daten gespeichert sind. Also, wenn man schon sagt, dass Daten das Gold der Zukunft ist, so wäre eine Strategie angebracht, dass zukünftig wesentlich mehr Daten in der EU verfügbar und gespeichert werden.

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